Ährenträgerpfau

 

Der Ährenträgerpfau - Fotografie durch JJ Harrison
Der Ährenträgerpfau – Fotografie von JJ Harrison

Der Ährenträgerpfau hat die größte Flügelspannweite aller bekannten Hühnervögel. Sie beträgt bis zu 1,2 Meter. Das Männchen kann, einschließlich seiner Schleppe (den langen Schwanzfedern), bis zu 3 Meter lang werden und ein Gewicht von bis zu 5kg erreicht. Das Weibchen ist dagegen nur 1,1m lang und wiegt etwa 2.4kg. Dieses Tier ist durchaus in der Lage, große Distanzen im Flug zurückzulegen. Für gewöhnlich nutzt es seine Flugfähigkeit jedoch nur, um sich beispielsweise bei Bedrohungen auf einen Baum zu flüchten.

Den Lebensraum dieser beeindruckenden Kreatur bilden die tropischen Wälder von Südostasien, zum Beispiel in Malaysia und Java. Er ist eng mit dem Indischen Pfau und dem Blauen Pfau verwandt, die beide in Indien beheimatet sind. Genauso wie bei ihren blauen Artverwandten wird der männliche Ährenträgerpfau “Hahn” genannt, und der weibche “Henne”.

Ährenträgerpfau und Mensch
Ährenträgerpfau und Mensch

Im Gegensatz zum männlichen Ährenträgerpfau hat das Weibchen wesentlich mattere Farben und ein fehlendes Dreieck aus grünen Federn an der Flügelschulter. Sie hat eine bräunlich-schwarze Unterseite und Schwanzfedern mit blassen, wellenförmigen Linien. Die Männchen haben dagegen eine lange, aufrechte Federkrone, strahlend-grüne Schwanzfedern mit schwarzen, schuppigen Rändern und bräunlich-schwarze Flügel. Sowohl die Männchen als auch die Weibchen haben nach oben gerichtete Federkronen, lange Beine, schwere Flügel und weite Schwanzfedern.

Die Weibchen nisten in Bodennähe und können zwischen 3 und 5 Eiern gleichzeitig legen. Die Mutter übernimmt dabei die gesamte Verantwortung für die Versorgung der Küken. Tagsüber verbringen sie für gewöhnlich viel Zeit in oder nahe hohem Gras, während sie Nachts auf etwa 10 bis 15 Meter hohen Bäumen schlafen. Die Männchen kehren in der Abenddämmerung von ihrem Ruheplatz zurück.

Sie fressen sowohl Früchte und Reptilien als auch wirbellose und andere kleine Tiere. Sie sind sogar zur Jagd von Giftschlangen fähig. Man sollte also immer einen im Hinterhof haben, um die Schlangen fern zu halten! Zecken, Termiten, Blüten, Knospenblätter und Beeren stehen ebenfalls auf der Speisekarte eines ausgewachsenen Ährenträgerpfaus, doch manchmal wird er auch selbst zum Leckerbissen für Nebelparder, Sumpfluchse und Fischkatzen.

Der Ährenträgerpfau ist eine stark bedrohte Art, da er für sein Fleisch, seine Federn, seine Eier und sogar Küken gejagt und sein Lebensraum zunehmend eingeschränkt wird. Traurigerweise werden Ährenträgerpfauen von chinesischen und thailändischen Bauern oft als Plage angesehen, weshalb sie nicht selten versuchen, die Tiere zu vergiften.

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