Eisbär

Eisbären leben innerhalb des nördlichen Polarkreises. Sie können in Kanada, Alaska, Norwegen und Nordrussland gefunden werden. Sie sind die weltgrößten Landraubtiere. (Das weltgrößte Raubtier ist eine Art von Seehund, der  südliche See-Elefant, der sich im Meer viel wohler fühlt als auf Land). Sie sind ebenfalls die größten Bären – etwas größer als der Braunbär. Ein erwachsener Eisbär wiegt um die 350 – 680 kg und der erwachsene weibliche Eisbär wiegt um die 150 – 250 Kilogramm. Wenn sie schwanger ist, wiegt sie ebenso viel wie 500 Kilogramm! Die Temperaturen in den Lebensräumen der Eisbären reicht von durchschnittlichen -34°C im Winter bis 0°C im Sommer. Die Eisbären sind in der Lage, extremer Kälte zu widerstehen, da sie mit einer dichten, weißen Fellschicht bedeckt sind. Die Höhe eines durchschnittlichen männlichen Eisbärs beträgt um die 2,4 – 3 Meter und der weibliche Eisbär ist um die 1,8 – 2,4 Meter hoch.

Der Eisbär ist das größte Land Carnivoran der Welt
Der Eisbär ist der weltgrößte Fleischfresser

Eisbär Lebensraum

Sie werden zu Land geboren, verbringen ihre meiste Zeit jedoch am Meer auf dem Meereis. Deswegen meinen manche Leute, dass der Eisbär ein Meeressäugetier ist. Sie können auf dem Meereis für Monate verweilen und jagen. Das Meereis ist wie ein flaches Stück Eis, dass im Meer treibt. Dieses Meereis bedeckt das Wasser im arktischen Ozean. Robben wandern ab, je nachdem wie sich das Meereis verändert. Wenn Robben abziehen, gehen die Eisbären ebenfalls mit, da Robben die Lieblingsnahrung des Eisbärs sind. In manchen Gebieten, wenn das Eis vollständig im Sommer schmilzt, ziehen die Eisbären auf Land und warten Monate, bis sich das Meereis gebildet hat. Im Beaufortsee bewegen sich die Eisbären jeden Sommer weiter nördlich, wo das Eis das ganze Jahr über gefroren bleibt.

Anpassungen eines Eisbären

Die nähesten Bärenverwandten der Eisbären sind die Braunbären. Die Eisbären haben einen längeren Körperbau, einen längeren Schädel und eine längere Nase. Sie haben kleine Ohren und einen kleinen Schwanz, besitzen jedoch riesige Pfoten. Ihre Pfoten sind viel größer im Vergleich mit den Pfoten von anderen Bären. Diese großen und gerundeten Pfoten erlauben den Bären, ihr Gewicht zu verteilen, während sie sich auf Schnee und Meereis fortbewegen. Die Pfoten sind wie eingebaute Schneeschuhe für die Eisbären. Ihre Pfoten messen um die 30cm bei einem erwachsenen Eisbär. Ausserdem sind die Ballen der Pfoten mit kleinen Abhebungen bedeckt, die einen guten Halt beim Gehen auf rutschigem Eis bieten. Die Krallen eines Eisbären sind kurz und robust gebaut im Vergleich zu denen eines Braunbärs. Diese Art von Krallen hilft dem Eisbär sich an schwere Beute oder Eis ohne Problem festzukrallen. Eisbären haben 42 Zähne. Ihre Zahnlöcher sind kleiner und schärfer als die eines Braunbärs. Da sie Fleischfresser sind, haben sie große und scharfe Backenzähne.

Eisbär – Informationen und Tatsachen

Eisbären werden nicht nur von ihrem Fell warmgehalten, sondern auch von einer Fettschicht, die bis zu 10cm dick ist. Ihre Haut und ihr Fell überhitzen, wenn die Temperatur auf über 10°C steigt. Ihr Fell besteht aus einer Schicht von dichtem, inneren Fell und einer äußeren Schicht von Haaren, die grauweißs aussehen. Die äußere Fellschicht ist um die 5 bis 15 cm dick und bedeckt fast den ganzen Körper.

Der grauweiße Pelz wird mit steigendem Alter normalerweise gelb. Wenn sie sich an einem warmen und feuchten Ort befinden, kann sich ihr Fell in einen blassen Grünton verwandeln, da innerhalb des äußeren Fells Algen wachsen. Männchen haben an ihren Vorderbeinen, längere Haare, die bis ins Alter von 14 Jahren in die Länge wachsen.

Der Eisbär hat einen sehr guten Geruchssinn. Er ist dazu fähig, eine Robbe zu entdecken, die sich fast 1,5km weit weg und einen Meter begraben unterm Schnee befindet. Ihr Gehör ist so gut wie unseres und sie können ohne Probleme weit sehen.

Der Eisbär und das Schwimmen

Sie sind überragende Schwimmer. Sie schwimmen von Meereis zu Meereis. Sie wurden dabei beobachtet, 320km vom nähesten Land weg zu schwimmen. Ihr Körperfett hilft ihnen beim Schwimmen. Sie hundepaddeln mit ihrem Kopf und dem Meisten ihres Rückens über dem Wasser. Ihre großen Pfoten helfen ihnen dabei, sich schnell durch das Wasser fortzubewegen. Sie können ungefähr 10 km/h schwimmen. Sie neigen dazu langsam und unbeholfen zu gehen. Ihre Gehgeschwindigkeit beträgt um die 5,5 km/h. Wenn sie mit Spitzengeschwindigkeit laufen, können sie bis zu 40 km/h erreichen.

Wie Eisbären jagen

Der Eisbär ist der Raubtierartigste von allen Bären. Sie ernähren sich hauptsächlich von Robben. Die Arktis ist das Zuhause von Millionen Robben. Die Robben werden von den Bären gejagt, wenn sie durch Löcher im Meereis Luft schnappen oder auf das Meereis klettern, um sich auszuruhen.

Die meistverwendete Jagdmethode des Eisbären wird Pirschen genannt. Der Bär nutzt seinen exzellenten Geruchssinn, um ein Atmungsloch einer Robbe ausfindig zu machen und nähert sich kriechend, leise und geduldig darauf wartend, dass eine Robbe erscheint. Wenn die Robbe aus dem Loch klettert, um zu atmen, riecht der Eisbär seinen Atem, reicht nach dem Loch und zieht die arme Robbe mit seinen Pfoten aufs Land. Das lange Maul und der lange Hals des Eisbären ermöglichen ihm, in tiefen Löchern nach Robben zu suchen. Seine kraftvollen Hinterbeine, geben ihm die Stärke sogar große Robben aufs Eis zu ziehen. Die Eisbären greifen ebenfalls Robben an, wenn sie sich auf dem Meereis ausruhen. Wenn zum Beispiel der Eisbär eine Robbe entdeckt, nähert er sich ihr in weniger als 100m und kriecht dann. Falls die Robbe nichts bemerkt, schleicht sich der Bär bis auf 10 bis 12 Meter an die Robbe heran, läuft plötzlich auf die Robbe zu und greift an. Eine dritte Jagdmethode ist das Angreifen einer Geburtstätte von weiblichen Robben.

Erwachsene Bären neigen dazu, nur sehr reiche Nahrung zu fressen – die Haut und die starke Fettschicht einer Robbe. Junge Bären, die nicht mehr von ihrer Mutter abhängig sind, jedoch nicht genug Jagdfähigkeiten besitzen, müssen nach toten Tieren suchen, welche von anderen Bären dagelassen wurden. Die jungen Bären können ebenfalls dazu gezwungen sein, ein halbaufgefressenes totes Tier zu fressen, falls sie eine Robbe töten. Das hält die größeren Bären jedoch nicht davon ab, es zu stehlen. Armes Ding!

Der Eisbär ist ein riesiger, kraftvoller Jäger. Er kann ein erwachsenes Walross töten, sie versuchen es jedoch selten. Ein Walross kann das Doppelte des Gewichts eines Bäres haben, hat aber lange Elfenbeinstoßzähne, die um die 90cm lang sind. Das Walross benutzt diese Stoßzähne als eine tödliche Waffe, um sich selbst zu verteidigen.

Eisbären jagen auch Weißwale, indem sie sie aus ihren Atemlöchern im Meereis fangne. Die Wale haben die selbe Größe wie das Walross und es ist in der Tat für den Eisbären sehr schwer sie zu töten. Eisbären attackieren sehr selten einen vollausgewachsenen Wal.

Die meisten Landtiere in der Arktis können schneller als die Eisbären rennen, da Eisbären sehr schnell überhitzen. Die meisten Meerestiere, auf die der Bär trifft, können ebenfalls schneller schwimmen als die Eisbären. Also siehst du, dass Eisbären nicht die schnellsten Läufer und auch nicht die schnellsten Schwimmer sind. In manchen Orten, fressen die Eisbären junge Walrosse und die Leichen von erwachsenen Walrossen oder Walen.

Eisbär-Mutter und CUB
Eisbärmutter und Jungen

Eisbärbabys

Eisbären sind das ganze Jahr durch aktiv, ausser die weiblichen, schwangeren Bären. Ein schwangerer, weiblicher Eisbär ist zu schwer um aktiv zu sein. Sie nimmt mindestens 200kg Gewicht über ihr Normalgewicht hinaus zu. Sie begibt sich in eine Eishöhle, um zu gebären. Die Jungen werden blind geboren, bedeckt mit leichtem, braunen Fell und wiegen weniger als einen Kilogramm (weniger als 2 Pfund). Sie sind total hilflos – ausserhalb der Höhle würden sie zu Tode frieren! Sie öffnen ihre Augen erst nach ungefähr 30 Tagen.

Sie werden zwischen November und Februar geboren, wenn es dunkel und kalt in der Arktis ist. Die Mutter ernährt sich immer noch nicht, während sie die Jungen mit Milch füttert. Die Mutter gebärt jedes Mal normalerweise zwei Jungen. Sie verweilt mit ihren Jungen in der Höhle, bis die Jungen gross genug sind, um auf sich selbst aufzupassen. Wenn die Jungen bereit sind, bricht sie den Eingang der Höhle auf. Ihre Jungen haben zu dem Zeitpunkt ein Gewicht von etwa 10 bis 15kg. Für ungefähr 12 bis 15 Tage, verbringt die Familie Zeit ausserhalb der Höhle und sie bleibt ihren Jungen nahe. Die Jungen spielen miteinander. Schrittweise machen die Jungen lange Spaziergänge von der Höhle zum Meereis. Die Jungen bleiben ungefähr eineinhalb Jahre, während sie lernen wie man jagt. Alles in einem muss die Mutter für ungefähr 8 Monate ohne Futter auskommen.

Eisbären haben die Fähigkeit, ihren Stoffwechsel zu verlangsamen, falls Nahrung schwer zu finden ist und beschleunigen ihren Stoffwechsel wieder, wenn es Nahrung im Überfluss gibt. Die Eisbären sind dazu in der Lage, ihre Herzschlagfrequenz von 46 auf 27 Schläge pro Minute zu verlangsamen. Sie sind fähig, mehrere Monate zu fasten, wenn das Meereis schmilzt und sie keine Robben zum Jagen finden. Sie leben während dieser Zeit von ihren Fettreserven. Eisbären können auch Moschusochsen, Rehntiere, Vogeleier, Nagetiere, Schalentiere, Krabben und sogar andere Eisbären fressen. Sie fressen ebenfalls Pflanzen wie Beeren, Wurzeln und Seetag, jedoch nur sehr selten – sie brauchen eine fettige Diät. Robben und Wale bieten ihnen hiermit die fettigste Nahrung, die sie kriegen können. Sie würden nicht genug Energie von ein paar Landtieren und Pflanzen beziehen können.

Eisbärangriffe

Sie greifen selten Menschen an, ausser sie werden gestört. Aber ein hungriger Eisbär kann einen Menschen töten und auffressen. Also störe niemals einen hungrigen Bär! Sie sind raffinierte und wagemutige Jäger. Ihre Beute wird meistens nichtsahnend überwältigt. Falls eine Person von einem Braunbären attackiert wird, werden sie ernshaft verletzt, der Bär lässt das Opfer jedoch einfach allein. Wenn ein Eisbär eine Person angreift, überlebt die Person selten. Also falls du von einem Eisbär angegriffen wirst, sprich deine letzten Gebete!

Erwachsene Eisbären leben normalerweise allein, wurden jedoch häufig dabei beobachtet, wie sie stundenlang miteinander spielen und sich sogar während des Schlafs umarmen. Die Jungtiere sind verspielt. Sie sind dazu fähig zu brüllen, dröhnen, gröhlen, schnaufen und zu schnurren.

Sie sind weniger betroffen von Infektionskrankheiten und Parasiten als die meisten anderen Landtiere. Sie leben selten mehr als 25 Jahre. Der älteste wilde Eisbär, der aufgezeichnet wurde starb im Alter von 32 Jahren und der älteste, in Gefangenschaft lebende, weibliche Eisbär starb 1991 im Alter von 43 Jahren. Wenn wilde Eisbären alt werden, werden sie zu schwach, um sich auf der Jagd nach Nahrung zu bewegen. Sie sterben langsam vor Hunger. Abgesehen davon können wilde Eisbären, die bei Kämpfen oder Unfällen schwer verletzt sind ebenfalls sterben, weil sie zur Jagd nicht mehr fähig sind. Sie sterben ebenfalls von Hunger.

Die Eisbären sind Jäger erster Klasse. Sie haben selbst keine Feinde, obwohl ihre Jungen manchmal von hungrigen Wölfen oder Braunbären gefressen werden.

Eisbären wurden lange wegen ihres Fells, ihrem Fleisch, ihrem Fett, ihrer Sehnen, ihrer Gallenblase und ihren Backenzähnen gejagt. Sie werden von den Leuten gejagt, die in der Arktis heimisch sind. Traditionellerweise benutzten diese Jäger etwas um den Bär abzulenken und spießten den Bär dann auf oder beschossen ihn mit Pfeilen. Das Fell wurde dazu benutzt, Hosen und Schuhwerk zu nähen. Das Fleisch ist essbar. Das Fett wurde in Nahrung verwendet und als Brennstoff, um ihre Behausungen zu beleuchten. Sehnen wurden als Nähgarn zum Nähen von Kleidung verwendet. Die Gallenblase und manchmal auch das Herz des Bären wurden getrocknet und zerstossen, um Medizin herzustellen. Ihre großen Backenzähne wurde dazu benutzt, Amulette herzustellen. Nicht viele Menschen lebten in der extremen Kälte der Arktis, also wurde die Population der Eisbären nicht von der Jagd beeinflusst.

Der Eisbär gefährdet durch die globale Erwärmung

Am 15. Mai 2008 stufte die US-Regierung die Eisbären als gefährdete Spezies unter dem Endangered Species Act ein. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung haben beeinflussten die Lebensweise der Eisbären erheblich. Aufgrund von wärmeren Temperaturen, schmilzt das Meereis jetzt viel früher als vor 30 Jahren. Das bedeutet, dass Eisbären eine kürzere Ernährungssaison haben und möglicherweise wegen Mangelernährung sterben. Abgesehen davon, gefährden Umweltverschmutzung und Ölkatastrophen im arktischen Ozean das Leben der Eisbären. Die U.S. Geologcial Survey sagt vorraus, dass zwei Drittel der Eisbären, die auf der Welt vorhanden sind, bis zum Jahr 2050 aufgrund von globaler Erwärmung von der Erdoberfläche verschwunden sind. Die Menge an Meereis in der Arktis wird jedes Jahrzehnt kleiner und kleiner, so wie du auf der Karte unten sehen kannst. Wenn dieses Meereis verschwindet, hat der arme Eisbär viel Ärger und kann ganz und gar nicht überleben, ausser in Zoos.

Der Lebensraum des Eisbären wird durch die globale Erwärmung bedroht
Der Lebensraum des Eisbärs ist von globaler Erwärmung bedroht

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